Ein bunter Festreigen zum Jubiläum
Die 120 Jahre alte Blücherschule feierte sich mit vielseitigem Programm
Fröhliche Tänze, tolle Musik und lustige Spiele, Kaffee und Kuchen, leckere Würstchen: Für jeden war etwas geboten, als die Blücherschule ihr 120-jähriges Bestehen feierte. In Klassenzimmern und Fluren, im Schulhaus und auf dem Hof lockte ein buntes Programm. Lehrer, Eltern und viele Kinder flanierten in Kostümen aus früheren Zeiten, Schulleiterin Monika Frickhofen agierte in knöchellangem, schwarzem Kleid mit schwarzem Hut. Unter anderen kündigte sie „Kaiser Wilhelm II.“ als Überraschungsgast an, der in Uniform und Pickelhaube die Bühne betrat und eine Schulklasse von heute besuchte. Ein schmunzelnder Oberbürgermeister Sven Gerich entdeckte mehr Hosenträger unter den Jungs als bei üblichen Terminen. Galt es doch auch, sich in die Kaiserzeit hineinzuversetzen, in der – 1897 – die Blücherschule erbaut worden war. Dazu passte auch, dass der frühere Blücher-Schulleiter Roland Herrmann – mit Weste und Zylinder - nostalgische Weisen auf dem Leierkasten intonierte.
Wer wollte, konnte nach den Eröffnungsreden (siehe unten) nach Herzenslust auf dem Spielplatz toben. In einem Klassenzimmer präsentierte Kunsterzieherin Barbara Vey das Können ihrer Schüler, Manfred Gerber tauchte mit seinem Publikum anhand historischer Fotos aus der Blücherbauzeit in die Welt der Wiesbadener Kaiserzeit ein. Freundliche Bewirtung erfuhren die Gäste im historischen Café in der Aula, auf einer alten Schulbank im Flur konnte man ein Erinnerungsfoto schießen lassen.
Finale furioso mit der Lehrerband
Im Hof agierte ein Feuerspucker, faszinierte ein Märchenzelt. Der Radfahrclub 1907 Auringen hatte zwei historische Hochräder bereitgestellt, auf denen man sein Geschick erproben konnte. Viel Bewegung also, in und um das Schulgebäude herum nur fröhliche Gesichter. Chor und Orchester unter der Leitung von Maria Geisthardt, Maria Rahtkens und Ewa Weiser begeisterten in der Halle, die Schülerband riss zu Zugabeforderungen hin. Die Lehrerband brachte das Publikum vollends aus dem Häuschen: ein furioses Finale mit Maria Rahtkens (Gesang), Christine Eberz (Gitarre), Anna Lena Hofmann (Schlagzeug) und Matthias Krebs (Keyboard).
Fotos: Manfred Gerber/Tanja Methien
























